Netzbetreiber haftet bei Schäden durch zu hohe Stromspannung

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Wenn Strom mit zu hoher Spannung aus der Steckdose kommt und zu Schäden an Haushaltsgeräten führt, haftet der Netzbetreiber für das fehlerhafte Produkt Elektrizität.

Ein Stromkunde verlangte 2.800,00 € Schadensersatz von seinem Netzbetreiber. Nach einem Stromausfall in seinem Wohnviertel war es zu einer Überspannung in seinem Haus gekommen. Eine Heizungsanlage, das elektrische Garagentor sowie kleinere Elektrogeräte waren dadurch beschädigt worden. Ursache für die Überspannung war die Unterbrechnung von zwei sogenannten PET-Leitern in der Nähe des Hauses, über die das Haus mit der Erdungsanlage verbunden war.

Der Bundesgerichtshof hatte in dem Rechtsstreit das letzte Wort und bejahte die Haftung des Netzbetreibers für den Überspannungsschaden. Auch Elektrizität ist ein Produkt, das fehlerhaft sein kann (z.B. durch eine Überspannung). Hierfür ist der Netzbetreiber als Hersteller verantwortlich. Er haftet nach dem Produkthaftungsgesetz. Der Netzbetreiber muss sicherstellen, dass der Strom in der jeweils nutzbaren Spannung im Haushalt ankommt.

Folge: Dem Stromkunden steht nach Abzug einer Selbstbeteiligung von 500,00 € (vgl. § 11 ProdHaftG) Schadensersatz in Höhe von 2.300,00 € zu (BGH, Urteil vom 25.2.2014, VI ZR 144/13 ).

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