Makler muss 20.000 € Provision zurückzahlen

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Klärt ein Immobilienmakler den Käufer trotz Nachfrage nicht darüber auf, dass ein Haus möglicherweise unter Denkmalschutz gestellt wird, hat er kein Recht mehr auf seine Provision.

Der Käufer des Hauses hatte den Makler gefragt, ob das Haus unter Denkmalschutz stehe. Dies hatte der Makler zu Recht verneint. Allerdings verschwieg er dem Käufer, dass die Denkmalschutzbehörde bereits eine Besichtigung des Objekts angekündigt hatte. Nach dem Kauf wurde das Haus dann tatsächlich unter Denkmalschutz gestellt.

Das Oberlandesgericht Oldenburg verurteilte daraufhin den Makler zur vollständigen Rückzahlung der Provision. Nach Meinung der Richter hätte der Makler seinen Käufer unbedingt darüber informieren müssen, dass die Denkmalschutzfrage bei der Behörde bereits im Raum stand.

Indem er die angekündigte Besichtigung zumindest grob leichtfertig verschwiegen hat, hat er gegen die Interessen seines Auftraggebers gehandelt und wesentliche Vertragspflichten verletzt. Damit hat sich der Makler "seines Lohnes als unwürdig erwiesen". Vor allem nach der Frage des Käufers, ob das Haus unter Denkmalschutz stehe, hätte dem Makler klar sein müssen, dass die Denkmalschutzeigenschaft des Gebäudes für den Käufer von Bedeutung ist (OLG Oldenburg, Beschluss vom 10.7.2014, 4 U 24/14 ).

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