Im Kindergarten müssen Kinder im Außenbereich besonders aufmerksam beaufsichtigt werden

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Spielende Kinder im Außenbereich einer Kindertagesstätte sind besonders engmaschig zu kontrollieren, da das Spielen im Außenbereich ein gefahrsteigernder Umstand ist.

Ein Mann parkte sein Auto in der Nähe von einer Kindertagesstätte. Im Außenbereich der Kindertagesstätte hielten sich 25 Kinder und zwei Erzieherinnen auf. Auf dem Außenbereichsgelände befinden sich größere Kieselsteine als Ziersteine. Drei Kinder entfernten sich etwas von der Gruppe der spielenden Kinder. Sie sammelten die Kieselsteine und warfen sie gegen das parkende Auto des Mannes. Dieser verlangte nun Schadensersatz vom Träger des Kindergartens.

Die Richter am Oberlandesgericht Koblenz gaben dem Mann Recht. Grundsätzlich müssen Kinder im Kindergartenalter zwar nicht permanent beobachtet und beaufsichtigt werden. Jedoch ist der Aufenthalt im Außenbereich ein gefahrsteigernder Umstand, auf Grund dessen eine eher engmaschige Kontrolle der Kinder erforderlich ist. Hier war insbesondere das Eigentum anderer Leute zu beachten, nämlich das parkende Auto des Geschädigten. In solchen Fällen sind die Kinder engmaschig zu kontrollieren. Der Kindergartenträger konnte jedoch nicht beweisen, dass die Beaufsichtigung bzw. die Kontrolle der Kinder ordnungsgemäß durchgeführt wurde (OLG Koblenz, Urteil vom 21.6.2012, 1 U 1086/11).

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