Beratungsfehler eines Maklers gehen nur ausnahmsweise zu Lasten des Versicherers

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Aufgabe eines selbständigen Maklers bei der Anlageberatung ist in erster Linie die Wahrnehmung der Interessen des Kunden. In der Erfüllung von Verbindlichkeiten des Versicherers wird er hingegen nicht tätig.

Ausnahmsweise verhindert seine selbständige Stellung es dann nicht, ihn als Erfüllungsgehilfen des Versicherers anzusehen, wenn er sich bei seiner Beratung nicht auf reine Maklerdienste beschränkt , sondern mit Wissen und Wollen einer späteren Vertragspartei, hier eines Versicherungsunternehmens, Aufgaben übernimmt, die typischerweise eigentlich vom Versicherer erfüllt werden. Dann ist der Makler als Hilfsperson des Versicherers zu betrachten und seine Beratungsfehler gehen zu Lasten des Versicherers mit der Folge, dass dieser in Haftung genommen werden kann.

Für die Praxis: Es genügt allerdings nicht, wenn ein Lebensversicherer seine Anlageprodukte ausschließlich über selbständige Makler und ohne eigenen Vertrieb erkauft, der Makler muss schon bewusst Aufgaben erfüllen, die typischerweise vom Versicherer zu erbringen sind (OLG Celle, Urteil vom 12.1.2012, Az. : 8 U 120/).

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