Ungeduldiger Bankkunde von Automat verletzt

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Eine Bank muss weder Schadensersatz noch Schmerzensgeld zahlen, wenn ein Bankkunde seine Hand vollständig in das Geldausgabefach steckt und sich dabei den Finger bricht.

Ein Mann wollte an einem Bankautomat seiner Bank Geld abheben. Nach Eingabe der PIN und Auswahl des abzuhebenden Betrags, griff der Mann mit der ganzen Hand in den Ausgabeschacht, um das Geld möglichst schnell in Händen zu halten. Als sich die Klappe schloss, erlitt er Quetschungen und brach sich einen Finger. Er verlangt von der Bank 5.000 € Schadensersatz und Schmerzenzgeld.

Das Landgericht Düsseldorf erteilte dem ungeduldigen Bankkunden eine Absage. Der Bankautomat ist ein wartungsfreies Gerät, das nur bei Bedarf geprüft und repariert wird und in den acht Jahren seines Betrieb bisher nie dergleichen Probleme bereitet hat.

Insbesondere darf eine Bank getrost davon ausgehen, dass ein Kunde nicht seine gesamte Hand in den Ausgabeschacht steckt, sondern genug Geduld aufbringt, zu warten, bis die Geldscheine über die Klappe hinausragen (LG Düsseldorf, Urteil vom 6.5.2014, 6 O 330/13 U ).

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