Nicht schnell genug: Fahrgast stopft Taxifahrer Geld in den Mund

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Stopft ein Fahrgast einem Taxifahrer Geld in den Mund und verletzt ihn dabei, steht dem Taxifahrer Schmerzensgeld zu.

Eines Nachts kommt es während einer Taxifahrt zu einem Streit. Aus Sicht des Fahrgasts fährt der Taxifahrer viel zu langsam. Er wirft ihm vor, er mache an zu vielen gelben Ampeln Halt. Daher will der Fahrgast aussteigen - ohne jedoch zu zahlen. Der Taxifahrer besteht aber auf seinem Geld.

Wütend stopft der Fahrgast daraufhin dem Taxifahrer einen 100 €-Schein in seinen Mund. Dabei erlitt der Taxifahrer eine zwei Zentimeter lange blutende Schürfwunde unter dem rechten Auge und eine Prellung im Gesicht. Er verlangt von seinem Fahrgast Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 1.100 €.

Das Amtsgericht München entschied, der Fahrgast muss dem Taxifahrer aufgrund der Verletzungen ein Schmerzensgeld in Höhe von 500,00 € zahlen.

Bei der Höhe des Schmerzensgeldes spielte vor allem eine Rolle, dass die Verletzungen des Taxifahrers zum Glück nur sehr leichte waren. Er war nur einen Tag arbeitsunfähig, musste nur ambulant versorgt werden und war durch die Verletzungen nur für kurze Zeit beeinträchtigt.

Allerdings hat das Gericht auch berücksichtigt, dass in der Handlung des Fahrgastes zugleich eine tätliche Beleidigung des Taxifahrers zu sehen ist (AG München, Urteil vom 30.4.2015, 213 C 26734/14 ).

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