200.000 € Schmerzensgeld nach Prügelattacke

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Nach einer folgenschweren Attacke vor einer Diskothek wird dem Opfer ein hohes Schmerzensgeld zugesprochen. Das Opfer leidet bis heute an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Ein Mann wurde im Jahre 2007 frühmorgens vor einer Diskothek von einem anderen Mann per Faustschlag gegen den Kopf unvermittelt niedergeschlagen. Der Angreifer setzte sich auf den am Boden liegenden Mann und schlug mindestens zwei weitere Male auf dessen Kopf ein. Der Mann kam bewusstlos in ein Krankenhaus, wo ein Schädel-Hirn-Trauma, ein Hirnödem und diverse Frakturen diagnostiziert wurden.

Auch Jahre nach der Tat leidet der Mann noch an einer deutlichen Sprachstörung, einer fehlenden Feinmotorik der rechten Hand, einer Spastik seines rechten Beines, sowie Störungen der Gedächtnisfunktionen und der affektiven Kontrolle. Diese schwersten Verletzungen führten zu einem Grad der Schädigung von 80 Prozent. Von einer wesentlichen Verbesserung seines Zustandes in Zukunft ist dabei nicht auszugehen.

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat das ursprünglich zugesprochene Schmerzensgeld von 170.000,00 € noch einmal erhöht. Insbesondere wegen der Schwere der Verletzungen, der langen und sehr belastenden Behandlung sowie der gravierenden Dauerschäden ist hier ein Schmerzensgeld in Höhe von 200.000,00 € angemessen. Zu berücksichtigen ist vor allem auch, dass der Mann infolge seiner Verletzungen in seinem alltäglichen Leben stark eingeschränkt ist (OLG Oldenburg, Urteil vom 1.7.2014, 12 U 130/13 ).

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