Wenn er bezahlt wird muss ein Arzt auch da sein!

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Die Abrechnung von intensivmedizinischer Komplexbehandlung setzt ständige ärztliche Anwesenheit voraus.

Sich als Patient in einem Krankenhaus aufhalten zu müssen, ist an sich schon unerfreulich genug. Erst recht dann, wenn es auch noch die Intensivstation ist. Wenn das also sein muss, dann wünscht man sich zumindest eine entsprechende Betreuung. Aber die ist leider nicht die Regel. In der Praxis der Kliniken. In der Abrechung dagegen schon, wie ein Patient erfahren musste. Dem wurde nämlich im Rahmen einer intensivmedizinischen Komplexbehandlung die ständige ärztliche Anwesenheit auf der Intensivstation in Rechnung gestellt. Obwohl der Arzt gar nicht ständig da war.

So geht es nicht. Das hat das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz im daraufhin entbrannten Rechtsstreit entschieden. Eine ständige ärztliche Anwesenheit auf Intensivstation lediglich durch Bereitschaftsdienst nicht danach nicht gewährleistet. Deshalb ist dann auch die Abrechnung einer intensivmedizinischen Komplexbehandlung, bei der eine ständige ärztliche Anwesenheit auf der Intensivstation gewährleistet sein muss, ist durch einen Krankenhausträger nicht möglich. Insbesondere wenn, wie in diesem Fall, der anwesende Arzt gleichzeitig Aufgaben auf der internistischen Hauptstation wahrnehmen muss.

Einfaches Fazit: Prüfen Sie genau. Und nehmen Sie nicht alles hin, was Ihnen die Kliniken in Rechnung stellen (LSG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.1.2012, Az. : L 5 KR 97/11).

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