Sozialgericht Trier verurteilt gesetzliche Krankenkasse zur Übernahme der Kosten für oncothermische Behandlung

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Ob Vorsorge, Behandlung beim Arzt oder in der Klinik: Die gesetzliche Krankenkassen zahlen bei Krebspatienten nur gängige Behandlungsformen: Operation, Strahlentherapie, medikamentöse Behandlung (Chemotherapie). Doch bei alternativer Medizin und Homöopathie lehnt die Krankenkasse oft die Kostenübernahme ab.

Das ist ein bisschen anders geworden: Das Sozialgericht Trier hat die gesetzliche Krankenkasse der Knappschaft zur Übernahme der Kosten für vorläufig 20 ambulante hyperthermische Behandlungen in Form der regionalen Tiefenhyperthermie (Oncothermie) verurteilt.

Die Klägerin, eine an (Darm-)Krebs erkrankte Frau, bei der sich schon Metastasen gebildet hatten, ergänzte die Chemotherapie durch eine Wärmetherapie. Im Zuge der Behandlung gingen die Metastasen zurück. Die Kasse lehnte dennoch die Kostenübernahme ab.

Die Frau verklagte deshalb die Kasse und verwies dabei verschiedene Studien zur „synergistische Wirkung von lokaler Hyperthermie und Chemotherapie bei Weichteilsarkomen“. Da die Hyperthermie die Laborparameter und das Allgemeinbefinden erheblich verbesserte und die Metastasen zurückging, entschied das Gericht im Sinne der Patientin.

 

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