Mangelhafter Zahnersatz - Geld zurück

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Wenn der Zahnersatz nicht so sitzt, wie er sitzen soll, lässt man zwar den Zahnarzt am besten  noch mal nachbessern. Aber nicht immer sind Sie dazu verpflichtet. In bestimmten Fällen heißt es gleich "Geld zurück!"

Eine privat versicherte Patientin hatte sich zwei Brücken einsetzen lassen. Gesamtpreis: 7.240 Euro. Eineinhalb Jahre nach Ende der Behandlung fiel eine der Brücken heraus. Der nachbehandelnde Arzt stellte verschiedene Mängel fest und übernahm den Fall.

Die Frau verklagte den erstbehandelnden Zahnarzt auf Honorarrückzahlung. Dieser gab sich uneinsichtig: Er habe nichts falsch gemacht. Außerdem hätte man ihm Gelegenheit zur Nachbesserung geben müssen.

Die Frau bekam Recht und ihr Geld zurück, allerdings erst in zweiter Instanz. Ein Sachverständigengutachten hatte erwiesen, dass der Zahnersatz mangelhaft war - und zwar so mangelhaft, dass eine Nachbesserung nicht infrage kam, sondern nur eine Neuanfertigung.

Wegen des schon beendeten Behandlungsvertrages konnte von der Frau nicht verlangt werden, den erstbehandelnden Zahnarzt noch mal nachbessern zu lassen. Dies war nach Ansicht des Gerichts auch deshalb unzumutbar, weil der Beklagte zunächst jede Falschbehandlung geleugnet hatte (OLG OLdenburg, Urteil vom 27.2.2008, 5 U 22/07).

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