Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung in der EU

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Als EU-Bürger haben Sie künftig die Wahl, in welchem europäischen Land Sie sich behandeln lassen wollen. Am 25.10.2013 treten europaweit Patientenrechte für die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung in Kraft (vgl. Richtlinie 2011/24/EU). Hiernach werden die Kosten für geplante Behandlungen im Ausland von der Krankenkasse bis zu der Höhe erstattet, die auch bei entsprechender Behandlung im Inland angefallen wären.

Sie sollten sich allerdings vor Reiseantritt bei Ihrer Krankenkasse über die Einzelheiten informieren, da die Krankenkasse beispielsweise Verwaltungskosten abziehen darf. Außerdem müssen Sie in bestimmten Fällen die Zustimmung der Krankenkasse zu einer Behandlung im Ausland einholen. Erstattet werden zudem nur Kosten für Behandlungen, die dem Leistungskatalog und den Wertentscheidungen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen.

Entscheiden Sie sich für eine Behandlung im Ausland, sollten Sie wissen, dass bei Behandlungsfehlern das Recht des Staates gilt, in dem Sie sich haben behandeln lassen. Wird eine Nachbehandlung im Heimatland notwendig, muss die Krankenkasse auch hierfür die Kosten übernehmen, sofern diese auch bei einer vergleichbaren Behandlung im Inland erforderlich gewesen wäre.

Auch wenn die Richtlinie grundsätzlich für gesetzlich und privat Versicherte gleichermaßen gilt, gelten die Regelungen zur Kostenerstattung nicht für privat Versicherte und Beihilfeberechtigte. Hier haben die Sonderregelungen der privaten Versicherungen Vorrang.

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