Schwangerschaftshose darf rutschen

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Wer eine Schwangerschaftshose kauft, darf keine modisch hochtrabenden Ansprüche stellen. Ein solches Modell muss nicht perfekt passen und darf durchaus rutschen. Es liegt in diesem Fall kein Mangel vor. Folge: Das Rückgaberecht ist ausgeschlossen.

Eine Schwangere kaufte sich bereits im Frühling eine weiße Schwangerschaftssommerhose aus Leinen. Die Hose kostete 119,00 €. Als sie die Hose Monate später zum ersten Mal anzog, stellte sie fest, die Hose saß trotz Tunnelzuges nicht gut und rutschte ständig über die Hüften. Die Kundin behauptete, die Verkäuferin habe ihr zugesichert, die Hose rutsche nicht. Deshalb wollte sie sie zurückgeben und verlangte ihr Geld zurück.

Ohne Erfolg. Das Amtsgericht München sah in der rutschenden Schwangerschaftshose keinen Mangel, der eine Rückabwicklung des Kaufvertrages rechtfertigt. Die Rundungen von schwangeren Frauen sind individuell so unterschiedlich, dass die Paßform bei Kleidungsstücken jeweils auch individuell unterschiedlich ausfällt.

Sofern die Kundin nicht beweisen kann, dass ihr eine bestimmte Eigenschaft des Kleidungsstückes von der Verkäuferin zugesichert wurde (hier: die Hose rutscht nicht), hat sie keinen Anspruch auf Rückgabe (AG München, Urteil vom 19.12.2011, 155 C 16176/11 ).

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