Mobilfunk: Auszahlung des Restguthabens bei vorzeitiger Beendigung des Mobilfunkvertrages darf nichts kosten

 - 

Wer ein Prepaid-Handy nutzt, darf sich freuen, denn ein Mobilfunkanbieter muss bei vorzeitigem Vertragsende ein vorhandenes Restguthaben vollständig erstatten. Gebühren dürfen dafür nicht verlangt werden. Anderslautende Klauseln sind unwirksam.

Der Mobilfunkanbieter "Klarmobil" stellte seinen Prepaid-Kunden 6,- Euro für die Erstattung des Restguthabens in Rechnung, wenn diese die Prepaid-Karte vorzeitig kündigten. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen sah in einer entsprechenden Klausel im "Kleingedruckten" einen unangemessenen Nachteil für die Verbraucher und klagte dagegen.

Mit Erfolg. Das Landgericht Kiel verwarf die Gebührenklausel. Mobilfunkunternehmen sind gesetzlich verpflichtet, das Restguthaben aus einem Prepaid-Vertrag auszuzahlen. Die damit verbundenen Aufwendungen dürfen nicht auf die Kunden abgewälzt werden (LG Kiel, Urteil vom 17. 3. 2011, Az. 18 O 243/10; n. rk.).

Rechtstipp
Verlangen Sie die Rückzahlung unzulässigerweise erhobener Gebühren von Ihrem Mobilfunkanbieter. Sie können diese innerhalb von drei Jahren nach Ende des Jahres, in dem sie gezahlt wurden, zurückfordern.

 

 

 

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.