Kein Recht auf Umtausch wegen Nichtgefallens im Ladengeschäft

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Anders als im Online-Handel, wo Sie als Kunde eine bestellte Ware innerhalb der Widerrufs- oder Rückgabefristen ohne Angabe von Gründen zurückgeben können, gibt es im Ladengeschäft grundsätzlich keinen Anspruch auf Umtausch wegen Nichtgefallens.

Eine Kundin kaufte in einem Wäschefachgeschäft Miederwaren im Wert von knapp 350,00 € ein. Diese Kleidungsstücke fanden offensichtlich nicht das Gefallen ihres Mannes. Der versuchte nämlich zwei Tage später, die Waren zurückzugeben und verlangte das Geld zurück. Die Ladeninhaberin kam den Kunden nicht entgegen. Sie sei zum Umtausch nicht verpflichtet, zumal es sich hier um Unterwäsche handle.

So zog die Kundschaft vor Gericht. Dort behauptete sie, die Verkäuferin habe ein Umtauschrecht zugesichert, denn es habe sich bei der Ware um Teile eines Brautkleides gehandelt, die farblich abgestimmt werden mussten. Dies verneinte die Verkäuferin jedoch entschieden.

Das Amtsgericht München schrieb daraufhin den unzufriedenen Kunden ins Stammbuch: Es gibt grundsätzlich kein Umtauschrecht bei Nichtgefallen der Ware im Ladengeschäft. Anders nur, wenn dies vertraglich vereinbart wurde.

Doch selbst ein vertraglich vereinbartes Umtauschrecht berechtigt nur zum Austausch der Ware. Es begründet keine Rücknahmeverpflichtung des Verkäufers. Eine solche muss ebenfalls ausdrücklich vereinbart werden. Entsprechende Vereinbarungen konnten hier von der Kundin jedoch nicht nachgewiesen werden. So blieb sie auf der gekauften Wäsche sitzen (AG München, Urteil vom 27.12.2011, 155 C 18514/11 ).

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