Internet: Zusatzkosten beim Online-Ticketkauf müssen transparent sein

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Zusatzgebühren beim Online-Ticketkauf müssen für Kunden bei der Buchung erkennbar sein. Es reicht nicht, mit einem "Sternchen" am Seitenende darauf hinzuweisen, dass weitere Gebühren anfallen.

Ein Anbieter bot Eintrittskarten für eine Bühnenshow online zum Kauf an. In der Werbung hieß es: "Tickets ab 19,90 Euro". In einem Sternchentext am Ende der Internetseite wurde der Hinweis versteckt, dass zusätzlich eine Vorverkaufsgebühr von 15 Prozent des Preises und eine Systemgebühr in Höhe von 2,- Euro pro Buchung anfallen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen ging gerichtlich gegen das Unternehmen vor. Das Geschäftsgebahren sei irreführend.

Das Landgericht Hamburg folgte den rechtlichen Bedenken der Verbraucherschützer. Preisangaben müssen beim Online-Ticketkauf transparent sein. Der Internetnutzer darf erwarten, die im Internet angebotenen Karten auch zu diesem Preis erwerben zu können.

Es reicht somit nicht aus, einen "Sternchenhinweis" am Seitenende auf die anfallenden Zusatzkosten zu platzieren. Dieser Hinweis kann leicht übersehen werden, beispielsweise wenn der Kunde den Bestellvorgang gleich einläutet. Die Preisangabe ist insoweit irreführend und falsch, selbst wenn für die beworbene Veranstaltung an der Abendkasse Eintrittskarten für 19,90 Euro erhältlich sind (LG Hamburg, Urteil vom 18. 6. 2009, Az. 315 O 17/09, n. rk.).

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