Wie Sie sicher bei eBay kaufen bzw. verkaufen

1. Tipps für Verkäufer

Damit Sie erfolgreich bei eBay verkaufen, sollten Sie ein paar Regeln beachten und Fallstricke umgehen, die Ihre Verkaufschancen mindern. Die wichtigsten listen wir nachfolgend in unserer Checkliste auf.

Hinweis: Für andere Auktionshäuser (z.B. hood, snipster) gelten vergleichbare Grundsätze. Da Modifikationen allerdings möglich sind, sollten Sie sich zunächst vergewissern, ob sich das Kleingedruckte und die Anleitungen von denen bei eBay unterscheiden.

Informieren Sie sich zudem auf den Webseiten der jeweiligen Internetauktionshäuser, die zur Gestaltung des richtigen Angebots sogenannte Trainingseinheiten mit vielen praktischen Beispielen anbieten.

Unterlassen Sie verbotene Angebote

Untersagt sind Warenangebote, mit denen Sie entweder gegen gesetzliche Vorschriften (z.B. des Urheber- und Markenschutzes) oder gegen Richtlinien von eBay verstoßen.

Beispiel:
  • Waffen und Waffenzubehör oder nationalsozialistische Artikel und Embleme;

  • jugendgefährdende Medien (z.B. Videos und DVDs mit indizierten Inhalten);

  • verschreibungspflichtige Medikamente;

  • Angebote, die die Urheberrechte Dritter verletzen (z.B. geschützte Musikstücke, Software, Filme, Fotos, Spiele);

  • Angebote preisgebundener Bücher (OLG Frankfurt/Main, Urteil v. 15.6.2004, Az. 11 U (Kart) 18/04);

  • Angebote, mit denen Markenrechte Dritter verletzt werden (z.B. Plagiate und Fälschungen von Uhren, Kleidung, Accessoires mit Logos von Firmen, obwohl von diesen Firmen nicht hergestellt oder zugelassen, beispielsweise Armbanduhren mit dem Markennamen Rolex, die nicht von Rolex hergestellt wurden);

  • Hehlerware oder gestohlene Ware. Aufgepasst: Sie machen sich überdies der Hehlerei strafbar (§ 259 StGB)!

Inhaber von gewerblichen Schutzrechten und Urheberrechten können rechtsverletzende Angebote mittels eines besonderen Programms an eBay melden. Das Auktionshaus muss die Angebote entfernen, sobald es auf ein verbotenes Angebot hingewiesen wird (BGH, Urteil vom 11.3.2004, I ZR 304/01, MMR 2004 S. 668) und zudem Vorsorge treffen, dass es nicht zu weiteren Verstößen kommt. eBay überprüft daher in Einzelfällen ebenfalls die Angebotsseiten und sperrt Wiederholungstäter.

Wählen Sie das richtige Angebotsformat

Stellen Sie Ihren Artikel in einer Kategorie ein, in der Sie selbst suchen würden und in der ähnliche Angebote zu finden sind.

Stellen Sie Ihr Angebot gegebenenfalls in mehreren Kategorien ein. eBay schlägt Ihnen beim Einstellen geeignete Kategorien vor.

Bieten Sie Ihre Ware mehrere Tage an. Die meisten Auktionen laufen sieben Tage.

Wählen Sie eine prägnante Überschrift für Ihr Angebot

Nennen Sie hierbei die Produktmarke. Weisen Sie auf die Qualität Ihres Angebots mit neu oder neuwertig hin. Vermeiden Sie nichtssagende Begriffe wie schön, toll oder günstig.

Verwenden Sie zur Beschreibung des Artikels verschiedene Begriffe, nach denen Sie selbst auch suchen würden.

Beispiel:

Verkaufen Sie ein Notebook, verwenden Sie auch den Begriff Laptop, oder beschreiben Sie ein Pflegebett als Seniorenbett und Krankenbett.

Nutzen Sie nur dann Markennamen, wenn Sie Originalware verkaufen.

Beispiel:

Bezeichnen Sie eine Handtasche mit Gucci-Handtasche, muss es sich um eine Originaltasche handeln.

Geben Sie den richtigen Preis an

Wenn Sie den Warenwert nicht genau kennen oder Sie Waren auf gut Glück verkaufen, legen Sie einen Startpreis fest. Nach Ablauf eines vorher festgelegten Zeitraums (z.B. sieben Tage) wird die Ware an den Höchstbietenden verkauft.

Prüfen Sie dazu zunächst, wie viel für vergleichbare Angebote geboten wurde. Sagt Ihnen der erzielte Verkaufspreis zu, legen Sie einen Startpreis von 1,00 € fest. Höhere Startpreise sichern Ihnen zwar einen Mindesterlös, können aber auch Bieter abschrecken und verursachen höhere Angebotsgebühren.

Falls Sie einen bestimmten Festpreis erzielen möchten, wählen Sie am besten die Sofort-Kauf-Option.

Sie können auch beide Angebotsformen mischen und sowohl einen Startpreis als auch einen Sofort- Kauf-Preis angeben. Damit überlassen Sie es potenziellen Käufern, ob sie Gebote abgeben oder zu einem festen Preis kaufen. In diesem Fall entfällt die Sofort-Kauf-Option, sobald ein erstes Gebot abgegeben wurde. Beim Sofort-Kauf können Sie mit der Funktion Preis vorschlagen auch interessierte Käufer ein Preisangebot machen lassen, das Sie innerhalb von 48 Stunden ablehnen oder annehmen können.

Grundsätzlich versteht sich nach den Nutzungsbedingungen von eBay der Preis der jeweiligen Angebote als Endpreis, das heißt, die anfallende Umsatzsteuer ist im Preis enthalten. Das entspricht den gesetzlichen Vorgaben für Fernabsatzgeschäfte (§ 1 Nr. 6 BGB-Info) wie auch der Preisangabenverordnung. Nach dieser Verordnung ist es unzulässig, bei Verkäufen an Verbraucher einen Preis als Nettopreis anzugeben. Halten Sie sich nicht daran, riskieren Sie ein Bußgeld.

Beschreiben Sie die Ware richtig, genau und vollständig

Da der Käufer bei Internetauktionen fast nie die Möglichkeit hat, die Ware vor dem Bieten in natura zu besichtigen, kommt Ihrer Aufklärungspflicht als Verkäufer eine hohe Bedeutung zu. Beschreiben Sie Ihre angebotenen Sachen daher so vollständig und eindeutig wie möglich. Nutzen Sie die Möglichkeit, Bilder Ihrer Ware einzustellen.

Beachten Sie dabei die Urheberrechte Dritter! Stellen Sie nur eigene Bilder und Texte ein. Die ungenehmigte Übernahme von Bildern und Texten Dritter verstößt gegen das Urheberrecht. Lediglich technische Daten dürfen Sie übernehmen. Gegen Urheberrechtsverletzungen wird von den Rechteinhabern rigoros vorgegangen. Mittels besonderer Software wird regelmäßig nach Verstößen gesucht. Ihnen drohen hier Abmahnung, Unterlassungsanspruch sowie Kosten- und Schadensersatz in Höhe meist mehrerer Hundert Euro.

Erhalten Sie eine Abmahnung, lassen Sie sie umgehend anwaltlich prüfen. Geben Sie vorher keine Unterlassungserklärung ab und leisten Sie keine Zahlungen. Einige Rechtsanwälte verschicken Massenabmahnungen per Serienbrief, die oftmals unberechtigt sind.

Falls die Ware oder Verpackung beschädigt ist oder Gebrauchsspuren aufweist, beschreiben Sie dies genau und lichten Sie die Gebrauchsspuren am besten auf einem Bild ab. Der Hinweis gebraucht reicht nicht aus.

Berücksichtigen Sie, dass Artikelbeschreibung und Bilder Ihr Verkaufsangebot inhaltlich bestimmen, wobei sich dies nach dem objektiven Empfängerhorizont eines durchschnittlichen eBay-Käufers bemisst. Sie sind also an Ihr Angebot in der Form, wie es redlicherweise verstanden werden durfte, gebunden.

Können Sie den Vertrag nicht erfüllen, weil Sie die Ware irreführend beschrieben haben, kann der Käufer den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten oder Sie auf Schadensersatz in Anspruch nehmen. In krassen Fällen machen Sie sich des Betrugs verdächtig.

Beispiel:

Jemand bietet einen Personalcomputer mit der Überschrift PC HP Pavillion - OVP zu einem Startpreis von 250,00 €- an. Der Käufer erhält nur die leere Originalverpackung (OVP) des Rechners. Aufgrund des Startpreises konnte der Käufer davon ausgehen, dass er tatsächlich den PC und nicht nur die Verpackung erhält. Der Verkäufer muss also den PC nebst OVP liefern oder macht sich schadensersatzpflichtig. Zudem kommt eine Strafbarkeit wegen Betrugs gemäß § 263 StGB in Betracht.

Unter Neuware wird tatsächlich nur neue, ungebrauchte Ware verstanden. Beschreiben Sie eine gebrauchte Sache nur dann als neuwertig, wenn sie noch dem Standard einer neuen Sache entspricht und verschleißfrei ist. Originalverpackt bedeutet, dass Sie die Ware tatsächlich noch mit der Originalverpackung versenden werden.

Falls Sie nicht der Erstbesitzer sind, weisen Sie darauf hin, dass Sie aus zweiter Hand verkaufen. Ansonsten kann es sich um eine arglistige Täuschung handeln, wenn der Kauf aus zweiter Hand für die Kaufentscheidung ein wesentliches Merkmal ist (AG Kehl, Urteil vom 16.9.2003, 4 C 290/03). Sie sind dann gegebenenfalls zum Schadensersatz verpflichtet.

Beschreiben Sie die Ware nicht mit Markennamen anderer Produkte! Sie riskieren sonst eine Abmahnung des Markenzeicheninhabers, der einer Verwischung seiner Marke entgegenwirken will.

Beispiel:

Ein Missbrauch von Markennamen liegt regelmäßig vor, wenn Sie Ihren Artikel mit Wörtern beschreiben, die ihn mit einer artikelfremden Marke in Bezug setzen, beispielsweise eine Armbanduhr mit Cartier-Verschluss, ein Poloshirt wie von »Lacoste«, eine Handtasche im Stil von Gucci oder Jeans im Wrangler-Design.

Auch hier gilt: Bevor Sie eine geforderte Unterlassungserklärung abgeben und die in Rechnung gestellten Anwaltsgebühren anerkennen, lassen Sie sich juristisch beraten. Nicht jede Abmahnung ist markenrechtlich berechtigt. Andererseits lohnt es sich aber auch nicht, aufgrund eines laienhaften Rechtsverständnisses einen teuren Prozess zu riskieren.

Nutzen Sie Hilfsprogramme

Mit dem kostenlosen Hilfsprogramm Turbo-Lister können Sie Ihre Angebote offline vorbereiten und später erst bei eBay einstellen. Für Profis, die mindestens 50 Angebote pro Monat einstellen, bietet eBay gratis den CSV-Manager an.

Bieten Sie verschiedene Versand- und Zahlungsoptionen an

Bieten Sie PayPal als Zahlungsart an, da dann ein Käuferschutz besteht. Erklären Sie sich bei höherpreisigen Waren bereit, sichere Zahlungssysteme wie Treuhandzahlungen zu akzeptieren oder bieten Sie sie versandkostenfrei an.

Geben Sie an, wie Sie den Artikel versenden möchten. Nennen Sie den Preis für den Versand einschließlich Ihrer Verpackungskosten. Nutzen Sie dazu den von eBay angebotenen Versandkostenkalkulator. Sperrige Güter sollten Sie nur zur Abholung bereitstellen.

Berücksichtigen Sie weiter die Obergrenzen für Versand- und Verpackungskosten, die eBay für verschiedene Produktkategorien eingeführt hat. Vergleichen Sie dazu die Nutzungsbedingungen des Auktionshauses.

Beispiel:

Wenn eine Ware als Brief oder als Bücher- und Warensendung verschickt wird, darf nicht mehr als 2,00 € bzw. 2,50 € verlangt werden. Für Päckchen liegt die Obergrenze bei 7,00 €-. Diese Obergrenze gilt auch für eine ganze Reihe von Warenkategorien, wie beispielsweise Audio & Hi-Fi, Schuhe, Damentaschen, Kosmetikartikel oder Computerzubehör.

Sie dürfen die Gewährleistung ausschließen

Grundsätzlich müssen Sie auch als privater Verkäufer die gesetzliche Gewährleistung übernehmen, wenn eine Ware Mängel aufweist. Allerdings ist bei Privatverkäufen der Ausschluss jeglicher Gewährleistung zulässig, wenn Sie dies in der Artikelbeschreibung zu Ihrer Verkaufsbedingung deutlich formulieren.

Beispiel:

Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung oder Garantie verkauft. Aber auch der knappe Hinweis Privatverkauf, daher keine Garantie reicht aus (LG Osnabrück, Urteil vom 25.11.2005, 12 S 555/05).

Seien Sie während der Auktionslaufzeit erreichbar

Legen Sie die Auktionszeit fest und versuchen Sie, das Ende der Auktion auf den späten Nachmittag, frühen Abend oder das Wochenende zu legen. Dann sind Internetauktionen am meisten besucht. Sie sollten als Anbieter während der Auktion zeitnah per E-Mail erreichbar sein und Fragen zum Produkt, zur Vertragsabwicklung etc. zügig beantworten.

2. Tipps für Käufer

Auf der Schnäppchenjagd sollten Sie bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachten, um nicht schwarzen Schafen oder Betrügern auf den Leim zu gehen. Die wichtigsten Regeln listen wir nachfolgend in unserer Checkliste für Sie auf.

Safety first beim Umgang mit dem Passwort und dem PC!

Reagieren Sie niemals auf E-Mails, die Sie auffordern, Ihren Mitgliedsnamen und ihr Passwort zu nennen (so genanntes Passwort-Phishing ). Dahinter steckt in der Regel eine Betrugsmasche.

Speichern Sie das Passwort nicht auf dem PC ab! Es besteht sonst die Gefahr, dass Ihr Passwort bei einem Angriff auf Ihren PC mittels spionierender Software ausgelesen wird und ein Unbekannter auf Ihre Kosten Waren bei eBay ersteigert.

Vergessen Sie auch nicht, sich auszuloggen – selbst wenn Sie nur kurz den Raum verlassen. Jeder, der Ihren Mitgliedsnamen kennt und sich von ihrem Rechner aus anmeldet, kann dann unter Ihrer Identität mitsteigern oder verkaufen.

Vergleichen Sie die Preise und Angebote

Stellen Sie Preisvergleiche an, denn nicht jede Auktion ist ein Schnäppchen! Recherchieren Sie vor Abgabe Ihres Gebots nach marktüblichen Preisen, beispielsweise bei Schnäppchenmärkten in Zeitungen, Preisdatenbanken im Internet oder studieren Sie die Sonderangebote des Einzelhandels.

Berücksichtigen Sie auch, ob es sich um neue oder gebrauchte Waren handelt. Setzen Sie sich beim Bieten ein Limit, das Sie auch im Eifer des Gefechts nicht übersteigen!

Achten Sie auf die Versandkosten, Steuern und Zölle

Bedenken Sie, dass neben dem Kaufpreis auch Versandkosten zu zahlen sind, die bei niedrigpreisigen Angeboten oft höher als der Kaufpreis sind. Zwar ist die Angabe der Portokosten freiwillig, doch sollten Sie unbedingt bei Angeboten ohne Versandkosten vor dem ersten Gebot die Frage der Kosten per E-Mail mit dem Anbieter klären. Meiden Sie Anbieter, die überhöhte Versandkosten verlangen. Das sind häufig versteckte Preisaufschläge!

Aufgepasst bei Angeboten aus dem Ausland! Neben den Versandkosten werden unter Umständen Einfuhrumsatzsteuern sowie Zollgebühren fällig (z.B. erwerben Sie eine Digitalkamera aus den USA). Erkundigen Sie sich vor Abgabe eines Gebots beim Zollamt.

Klären Sie Unklarheiten mit dem Verkäufer vor dem Bieten

Lässt die Artikelbeschreibung für Sie Fragen offen, wenden Sie sich direkt an den Verkäufer. Klicken Sie hierzu auf Frage an den Verkäufer. Sie können dann über eBay mit dem Mitglied Kontakt aufnehmen. Bitten Sie ihn gegebenenfalls um seine Rufnummer, um weitere Fragen in einem persönlichen Gespräch zu klären. Wenn sich der Verkäufer nicht meldet oder klare Antworten schuldig bleibt, geben Sie besser kein Gebot ab.

Achten Sie auf die Mitgliederbewertungen

Die Beurteilungen anderer eBay-Teilnehmer finden Sie, wenn Sie auf den Mitgliedsnamen des Anbieters klicken. Prüfen Sie dort, mit welchen Artikeln er gute Bewertungen erzielt hat! Seien Sie misstrauisch, wenn vorher nur billige Waren angeboten wurden, plötzlich aber viele teure Artikel verkauft werden. Betrüger bauen sich so eine Vertrauensbasis auf. Meiden Sie Verkäufer, die in letzter Zeit wiederholt schlechte Bewertungen erhalten haben.

Wählen Sie eine sichere Zahlungsart

In der Regel müssen Sie Vorkasse leisten und den Kaufpreis überweisen. Um Missbrauch wie beispielsweise dem Identitätsklau zu begegnen, sollten Sie vor der Zahlung immer die Postadresse des Verkäufers prüfen (z.B. über die Telefonauskunft oder bei gewerblichen Anbietern über das Gewerbeamt).

Wählen Sie sichere Zahlungsarten wie beispielsweise PayPal von eBay. Nutzen Sie bei Kaufpreisen ab 200,00 € (bei PayPal-Zahlung ab 300,00 €) den vom Auktionshaus angebotenen Treuhandservice. Misstrauisch sollten Sie werden, wenn der Verkäufer den Treuhandservice ablehnt, obwohl Sie bereit sind, die Kosten zu übernehmen.

Bieten Sie nicht auf problematische Waren

Beachten Sie, dass Sie sich unter Umständen strafbar machen, wenn Sie Produkte kaufen, deren Versteigerung und Erwerb verboten ist.

Beispiel:
  • Ersteigern Sie keine Quittungen für die Steuer (z.B. Tankbelege)! Es kann Ihnen in diesem Fall eine Anzeige wegen Betrugs oder Steuerhinterziehung drohen.

  • Der Erwerb und Verkauf bestimmter Hieb-, Stoß- und Schusswaffen, Spring- und Fallmesser und weiterer Waffen ist nach § 51 Waffengesetz strafbar.

  • Ersteigern Sie wissentlich gestohlene Ware, machen Sie sich wegen Hehlerei strafbar (§ 259 StGB). Erwerben Sie gestohlene Ware ohne von dem Diebstahl zu wissen, machen Sie sich zwar nicht strafbar. Auf Verlangen des wahren Eigentümers müssen Sie ihm aber die Ware zurückgeben, da ein so genannter gutgläubiger Erwerb gestohlener Gegenstände nicht möglich ist. Sie können dann zwar den Verkäufer auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung in Anspruch nehmen und Strafanzeige wegen Betrugs stellen, vom Eigentümer können Sie jedoch Ihren Kaufpreis nicht zurückverlangen.

Aber auch ohne dass strafrechtliche Konsequenzen drohen, sollten Sie andere Ärgernisse vermeiden und beispielsweise besser keine Tickets für sportliche Großereignisse, wie Fußballmeisterschaften oder Konzerte, über eBay ersteigern. Die Eintrittskarten sind oft personenbezogen ausgestellt und nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Organisationskomitees auf andere übertragbar.

Achten Sie darauf, wer ihr Vertragspartner ist

Ob Sie von einem privaten Verkäufer oder einem gewerblichen Anbieter Ware ersteigern oder kaufen, ist hinsichtlich Ihrer unterschiedlichen Rechte wichtig. Kaufen Sie etwas von einem Unternehmer, handelt es sich um einen Fernabsatzvertrag, den Sie widerrufen können.

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