Defekte Waschmaschine: Fällt der Versicherungsschutz nachts ins Wasser?

 - 

Sie können auch weiterhin ruhig schlafen: Wer nachts seine Wasch- oder Spülmaschine unbeaufsichtigt laufen lässt, handelt nicht grob fahrlässig, wenn vorher kein konkretes Anzeichen für eine Störung vorlag.

Eine Frau hatte abends ihre Spülmaschine angestellt und war danach zu Bett gegangen. Während sie schlief, ging die bis dahin einwandfrei funktionierende Spülmaschine kaputt. Es entstand ein Wasserschaden in Höhe von 513 Euro. Die Frau meldete diesen ihrer Versicherung. Doch die unterstellte grob fahrlässiges Verhalten und zahlte nicht. Vorwurf: Die Frau hätte das Wasser direkt nach dem Waschen abstellen müssen.

Das Amtsgericht sah das anders und sprach der Versicherten die volle Summe zu. Die Argumentation der Versicherung sei völlig lebensfremd. Es kann nicht verlangt werden, dass mitten in der Nacht das Wasser abgedreht wird. Außerdem ist es nicht grob fahrlässig, eine Wasch- oder Spülmaschine anzustellen und sich in der gleichen Wohnung schlafen zu legen. Besondere Kontrolle ist nur bei besonders alten Maschinen erforderlich, wenn der Schlauch alt ist oder unfachmännisch montiert wurde (AG Köln, Urteil vom 23. 5. 2006, Az. 144 C 41/06).

Weitere News zum Thema

  • Banken dürfen für Ersatzkarte kein Geld verlangen

    [] Verlieren Sie Ihre EC-Karte, lassen diese sperren und beantragen eine neue, darf Sie das nichts extra kosten. Denn Banken sind gesetzlich verpflichtet, eine gesperrte Karte zu entsperren oder durch eine neue zu ersetzen. Pauschale Gebühren fallen hierfür nicht an - so die Karlsruher Richter. mehr

  • Bearbeitungsgebühr bei Förderdarlehen wirksam

    [] Wirtschaftlich besonders "günstige" Förderdarlehen, die aus öffentlichem Interesse gewährt werden, dürfen auch etwas kosten. Bearbeitungsgebühren, die bei "herkömmlichen" Darlehen nicht erhoben werden dürfen, benachteiligen den Kunden in der Regel nicht unangemessen. mehr

  • Bankkunden können Gebühren für Kredite ab 2004 zurückfordern

    [] Seit Mai steht fest: Die von vielen Banken verlangten Bearbeitungsgebühren für Privatkredite sind unzulässig. Jetzt haben die Richter des Bundesgerichtshofs entschieden, dass sich auch Alt-Kunden ungerechtfertigt erhobene Bearbeitungsentgelte zurückholen können - und zwar bis zu zehn Jahre rückwirkend. Die Banken kann das Milliarden kosten. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.