Bankkunden können Gebühren für Kredite ab 2004 zurückfordern

 - 

Seit Mai steht fest: Die von vielen Banken verlangten Bearbeitungsgebühren für Privatkredite sind unzulässig. Jetzt haben die Richter des Bundesgerichtshofs entschieden, dass sich auch Alt-Kunden ungerechtfertigt erhobene Bearbeitungsentgelte zurückholen können - und zwar bis zu zehn Jahre rückwirkend. Die Banken kann das Milliarden kosten.

Normalerweise verjähren solche Ansprüche in drei Jahren. Ausnahmsweise verschiebt sich hier aber der Verjährungsbeginn in das Jahr 2011. Denn die frühere Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hatte Bearbeitungsentgelte in "banküblicher Höhe" gebilligt. So konnte zum damaligen Zeitpunkt nicht einmal ein Rechtsanwalt, geschweige denn ein rechtsunkundiger Kreditnehmer den Ausgang einer Rückforderungsklage ausreichend einschätzen.

Nach Ansicht der Richter war aufgrund der unklaren Rechtslage den Kreditnehmern erst dann zuzumuten, Rückforderungsansprüche zu stellen, als im Jahre 2011 mehrere Oberlandesgerichte die Kreditgebühren als unzulässig einstuften.

Verjährt sind also allenfalls Rückforderungen für Bearbeitungsentgelte, die vor mehr als zehn Jahren gezahlt wurden sind. Für alle unzulässigen Entgelte, die vor 2004 gezahlt wurden greift ohnehin die absolute Verjährungsfrist von zehn Jahren (BGH, Urteil vom 28.10.2014, XI ZR 348/13 ).

Handeln Sie schnell. Für seit 2011 gezahlte Bearbeitungsentgelte gilt nämlich die dreijährige Verjährungsfrist. Sie haben bis zum jeweiligen Jahresende Zeit, Ihre Rückforderungsansprüche zu stellen. Wenden Sie sich schriftlich an Ihre Bank und fordern Sie Ihr Geld zurück. Dabei hilft Ihnen unser Partner Smartlaw. In wenigen Schritten können Sie sich online und völlig kostenlos ihr individuelles Schreiben an Ihre Bank erstellen. Hier kommen Sie direkt zu diesem Smartlaw-Angebot.

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Rechtstipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.