Pauschal- und Flugreisen
Richtig reklamieren bei Reisemängeln

Pauschal- und Flugreisen

„Wenn einer eine Reise tut ...“, kann er oft begeistert erzählen, was ihm der Urlaub an Erholung und unvergesslichen Erlebnissen bescherte. Doch nicht alle kommen aus den Ferien zufrieden zurück. Manch Urlaubstraum von feinem Sandstrand und Fünf-Sterne-Luxus platzt, wenn verschmutzte Strände oder mangelhafte Hotelleistungen zum Ärgernis werden.

Aufgepasst, wenn Sie eine Reise planen!

Entschließen Sie sich, eine Pauschalreise zu unternehmen, beugen Sie am besten bereits beim Planen vor. Denn unliebsamen Überraschungen können Sie im Vorfeld begegnen, indem Sie zum Beispiel die Angebote der Reiseveranstalter sorgsam prüfen. So folgen die Katalogangaben eigenen Regeln und ein „neueröffnetes Hotel“ lässt auf unvollendete Grünanlagen schließen und mitunter ist noch mit Baulärm zu rechnen. Wir geben Ihnen eine Übersicht über die gängigsten Formulierungen an die Hand!

Worauf es beim Buchen ankommt

Haben Sie sich für ein Angebot entschieden, ist auch beim Buchen Vorsicht walten zu lassen. Achten Sie insbesondere darauf, dass die Buchungsbestätigung das quittiert, was Sie tatsächlich wollen (z. B. Reservierung eines Nichtraucher-Zimmers).

Beim Reisepreis sollten Sie nicht mehr als 20 % anzahlen und den Rest erst bezahlen, wenn Sie den Sicherungsschein und sämtliche Reisedokumente in Händen halten.

Wie Sie auf Reiseänderungen reagieren können

Ändert der Reiseveranstalter in der Zeit zwischen Buchung und Reiseantritt sein Angebot erheblich, können Sie die Reise trotzdem antreten, eine Ersatzreise verlangen oder vom Vertrag zurücktreten. 

Wenn auf der Hin- oder Rückreise oder vor Ort nichts klappt

Verspätung bei der Beförderung, Ankunft ohne Gepäck, verschmutzes Hotelzimmer, fehlende Nachtruhe wegen Diskolärm – die Liste möglicher Reisemängel ist lang. Prüfen Sie zunächst anhand unseres umfangreichen ABC, ob Sie ausreichend Grund zur Klage haben oder eine Unannehmlichkeit hinnehmen müssen. Denn nicht alles, was Sie beanstanden, ist rechtlich gesehen auch ein Mangel!

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Ihre Rechte als Flugreisender

Oft stimmt die Gleichung „Reisezeit = Wartezeit“. Insbesondere dann, wenn es um verspätete, überbuchte oder annullierte Flüge geht. Gestrandete Flugpassagiere brauchen vor allen Dingen zwei Dinge: Geduld und die notwendigen Informationen, wie Sie zu Ihrem Recht kommen. Denn die Fluggastrechte verhelfen dazu, den Ärger zumindest zu lindern, wenn der Ticketpreis erstattet wird, für den Weiter- bzw. Rücktransport, kostenloses Essen, Trinken oder eine Hotelübernachtung gesorgt wird. Zudem gibt es mitunter eine Ausgleichsleistung über mehrere hundert Euro. Doch Sie müssen hartnäckig bleiben, denn die Fluggesellschaften zahlen nicht gerne.

Richtig reklamieren will gelernt sein

Nur wenn Sie sich als betroffener Urlauber rechtzeitig und in der richtigen Form bereits vor Ort beschweren, können Sie nach dem Urlaubsende Ihren Ärger in bare Münze umwandeln. So ist der Reiseveranstalter der erste und richtige Ansprechpartner, der Hotelier nur ausnahmsweise für Ihre Reklamation zuständig.

Reagieren Sie zudem möglichst schnell. Denn den Reisepreis kürzen, dürfen Sie erst für die Zeit ab der Mängelanzeige. Orientieren Sie sich am besten an unserem Musterschreiben, das für den Fall der Fälle ins Reisegepäck gehört.

Wieder daheim, ist rasches Handeln gefragt

Auch wenn Sie vor Ort alles richtig gemacht haben, müssen Sie nach Ihrer Rückkehr erneut aktiv werden und Ihre reiserechtlichen Ansprüche ausdrücklich beim Reiseveranstalter anmelden. Eine Minderung des Reisepreises, Schadensersatz oder Entschädigung wegen vertanem Urlaub gibt es nicht automatisch.

Beachten Sie dabei, dass die Anmeldefrist bereits einen Monat nach Ihrer Rückkehr endet! Neben der kurzen Frist sind weitere Formalien zu beachten. Deshalb helfen Ihnen unsere zahlreichen Musterschreiben und ein umfangreiches Rechtsprechungs-ABC, Ihre Rechte zu sichern und durchzusetzen.

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