ABC des Unterhaltsrechts

1. So können Sie das Unterhalts-ABC für sich nutzen

Informieren Sie sich anhand der Unterhaltsrichtlinien der Gerichte

Da das Unterhaltsrecht zum großen Teil auf Richterrecht beruht, also gesetzlich nicht en détail geregelt ist, sind Sie oft auf weiter gehende Informationen angewiesen. Dreh- und Angelpunkt im Unterhaltsrecht sind die unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Familiensenate und aller Oberlandesgerichte, sowie die jeweils geltenden Unteraltstabellen. Mit Hilfe dieser können Sie sich über die Besonderheiten der Rechtsprechung in dem für Sie zuständigen Oberlandesgerichtsbezirk informieren- insbesondere, was die Ermittlung des unterhaltsrechtlich relevanten Einkommens anbetrifft.

Informieren Sie sich anhand des Unterhalts- ABCs über Einzelfallentscheidungen

Da bekanntlich kein Fall wie der andere ist, hat sich daneben eine Fülle obergerichtlicher und höchstrichterlicher Entscheidungen zur Berechnung und Höhe angesammelt, die sich wegen ihrer schweren Überschaubarkeit am besten alphabetisch darstellen lässt. Deshalb empfehlen wir Ihnen, sich bei noch offenen Einzelfragen anhand des nachfolgenden Unterhalts-ABCs zu informieren.

Nutzen Sie außerdem das ABC als Checkliste für Ihre individuelle Fallkonstellation, indem Sie die einzelnen Stichworte durchgehen und prüfen, ob Sie bei Ihnen von Bedeutung sind.

So können Sie sowohl als Unterhaltsschuldner wie auch als Unterhaltsberechtigter in vielen Fällen Ihre Zahlungspflicht bzw. Ihren Anspruch in Ihrem Sinn beeinflussen. Denn auch, wenn Sie anwaltlich vertreten sind, was bei Scheidungsverfahren zwangsläufig der Fall ist, sollten Sie Ihren Anwalt unterstützen und kontrollieren können.

Bedenken Sie aber: Jede Unterhaltsentscheidung ist eine so genannte Billigkeitsentscheidung. Weder können Sie sich als Unterhaltsschuldner ohne Not arm rechnen, noch können Sie als Unterhaltsberechtigter Ansprüche durchsetzen, die die Gegenseite finanziell nicht erfüllen kann, ohne zum Sozialfall zu werden.

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